Rauchgasableitung bei Holzöfen

Unabhängig davon, ob Sie einen traditionellen oder modernen Holzofen bevorzugen, gelten für jeden Holzofen gleichermaßen (gesetzliche) Vorschriften, was die Qualität und Konstruktion von Rauchkanälen betrifft. Sicherheit, reibungslose Funktion und eine optimale Leistung stehen hierbei im Vordergrund. Darum wird angeraten, diesbezüglich einen annerkannten Fachmann heranzuziehen. Um Ihnen einen Einblick in die Thematik zu verschaffen, haben wir hier Informationen über die verschiedenen Optionen bzw. Varianten von Rauchgasableitungssystemen zusammengestellt.

Kaminfeuer produzieren Rauch, der abgeleitet werden muss

Zunächst ist es wichtig die Funktionsweise von Rauchgasableitungssystemen bei Kachel- und Kaminöfen zu erläutern:

Unterdruck

Luft (und damit auch Rauch) verlagert sich immer von dem Ort mit höherem Druck zu dem mit niedrigerem. Dies nennt man das Prinzip des Unterdrucks. Die Abfuhr von Rauchgasen nach draußen funktioniert nach demselben Prinzip. Draußen herrscht ein Unterdruck, wodurch der Rauch dorthin abzieht. Je besser die Voraussetzungen dafür gegeben sind, desto besser ist der Rauchabzug des Holzofens.

Sicherheit steht an erster Stelle

Die Abfuhr von Rauchgasen aus dem Holzofen geht natürlich immer mit hohen Temperaturen einher. Aus diesem Grund sollte der Rauchkanal unbedingt eine hohe Hitzebeständigkeit vorweisen. Dies ist nicht bei allen herkömmlichen Schornsteinen gegeben. Es besteht sogar das Risiko, dass der Schornstein nicht dicht ist, woraus sich gewisse Risiken ergeben. Darum sollte man sich bei Renovierung oder Anlegung eines Rauchkanals immer für (einzel- oder doppelwandige) metallene Abfuhrleitungen mit entsprechend großem Durchmesser entscheiden.

Achtung: Moderne (Hochleistungs-) Kachelöfen stellen höhere Ansprüche an das Abführsystem als ältere herkömmliche Modelle. Sie benötigen z.B. Leitungen mit Doppelwand und einem größeren Durchmesser.

Verschiedene Systeme

Es gibt für Holzöfen verschiedene Rauchgasableitungssyteme:

  • Einzelwandige Rauchgasableitungssysteme: als Anschlussleitung des Ofens/Kamins zum Abführsystem oder als Runderneuerung eines bereits bestehenden Kanals.
  • Doppelwandige und isolierte Rauchgasabführleitungen: für ein individuelles und selbstständiges Abführsystem.
  • Doppelwandige, steinerne Leitungen: für ein individuelles und selbstständiges Abführsystem.
  • Flexible Rauchgasabführleitungen (einzel- oder doppelwandig): für Kanalerneurungen.
  • Einwandige Stahlofenrohre: zum Anschließen eines Holzofens an ein Abführsystem.

Normen

Für Aufbau und Materialgebrauch von Rauchkanälen gelten sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene verschiedene Vorschriften und Normen. Diese haben Auswirkungen auf verschiedene Bereiche wie z.B. Brandschutz und Qualität. Sie sollten auf jeden Fall darauf achten, dass Ihr Gerät den Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchV) entspricht. Seit 2005 gelten für alle Systeme in jedem Fall, dass sie mit einem europäischen CE-Label versehen sein müssen. Haben Sie Fragen zu Normen und Anforderungen? Die Experten unserer Partnerhändler helfen Ihnen gerne.