Brennholz: So heizen Sie optimal

Umweltfreundlich heizen ist nicht schwer

Heizen mit Brennholz erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Unter den richtigen Bedingungen und Einhaltung der Richtlinien, bildet es eine wunderbare, umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizmethoden.

Was Sie über Brennholz wissen sollten:

Trocken und naturbelassen

Für eine optimale Verbrennung mit geringen Emissionen ist es wichtig, dass das verwendete Holz trocken und naturbelassen ist. Naturbelassen bedeutet, dass das Holz keine anderen Stoffe enthalten darf (z.B. keine Lack- oder Farbreste). Je trockener das Holz, desto besser ist die Verbrennung. Ist das Holz zu feucht, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung und es werden infolgedessen mehr Emissionen produziert. Das ist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern führt darüber hinaus zu einer Verschmutzung Ihres Holzofens und seiner Rauchkanäle.

Wie trocken muss das Holz sein?

Frisches Holz enthält etwa 50 Prozent Feuchtigkeit und ist damit nicht zum befeuern eines Holzofens geeignet. Erst wenn der Feuchtegehalt des Holzes bei weniger als 25 Prozent liegt, spricht man von gutem Brennholz. Um diesen Feuchtigkeitsgrad zu erreichen, muss das Holz mindestens zwei Jahre lagern. Bei größeren, unzerteilten Holzstücken dauert es sogar doppelt so lang. Also lagern Sie das Holz gut und trocken ein und haben Sie Geduld!

Ofengetrocknetes Holz

Um den Trockenprozess deutlich zu beschleunigen, kann das Brennholz mit Hilfe von Heißluft getrocknet werden. Das Trocknen mit dieser Methode dauert meist nur ein paar Tage. Das Holz ist danach frei von Ungeziefer, hat einen angenehmen Duft und einen Feuchtegehalt von nur etwa 15 Prozent oder weniger. Die ideale Lösung!

Welche Holzsorten sind geeignet?

Nicht alle Holzsorten eignen sich als Brennholz für den Holzofen.

Vorzugsweise verwenden Sie: Eschen-, Eichen-, Birken- oder Erlenholz.

Diese Sorten sollten Sie nicht verwenden: Kastanienholz, Nadelbaumholz, Pappelholz, Fichten- und Kieferholz, Palettenholz und tropisches Hartholz.

Jede dieser Holzsorten hat seine Besonderheiten:

  • Eschenholz: ist wunderbar geeignet für den offenen Kamin. Es ist zäh, hart und elastisch, brennt träge, ergibt eine gute Wärmeleistung und erzeugt ein schönes Flammenspiel. Es ist auch besonders gut geeignet für größere Holzöfen.
  • Eichenholz: ist eine starke elastische und harte Holzsorte. Es brennt träge mit geringer Rauchbildung und warmer Flamme. Lagerung: mindestens 2-3 Jahre (besser länger). Sobald das Eichenholz gut trocken ist, erzeugt es eine lebendige knisternde Flamme.
  • Birkenholz: ist ein ausgezeichnetes Hartholz, mit einer besonders sauberen Verbrennung. Es hat eine sehr hohe Wärmeleistung und kommt besonders gut zur Geltung, nachdem es ofengetrocknet wurde.
  • Erlenholz: ist eine etwas leichtere Holzsorte. Es verbrennt schneller als Eichen- und Eschenholz und produziert damit auch schneller Wärme. Es ist gut geeignet für Wärmespeicheröfen sowie z.B. Holzöfen mit Specksteinverkleidung.